Tolles Spielzeug aus Glas und Pappe

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Tolles Spielzeug aus Glas und Pappe

Osnabrück. Den Kindern machte es einfach nur Spaß, und den Eltern lieferte es wertvolle Ideen: Das Bewegungsfest „SpielZeit“ hat am Samstag viele Familien zum Sportplatz der Universität Osnabrück an der Jahnstraße gelockt.

Quelle: NOZ vom 23. Juni 2013



 
             
              Spaß an der Bewegung hatten die vielen Kinder auf dem Sportplatz der Universität. .
         

Mit verbundenen Augen und barfuß läuft die fünfjährige Amelie über Sand, Gras und kleine Steine. „Das kitzelt“, kichert sie. Mit ihrer großen Schwester Mathilda und ihren Eltern Ute und Dirk Pilgrim ist sie am Samstag zur „Spielzeit“ auf den Sportplatz der Uni Osnabrück an der Jahnstraße gekommen. Und hat dort wie viele andere Kinder und Familien eine Menge Spaß.

Auch Mathilda will lieber spielen, anstatt Fragen zu beantworten. Sie schaut sich ständig nach den vielen Spielmöglichkeiten um und ist nach jeder Antwort auf dem Sprung. Dann erzählt sie doch, dass sie die Kletterwand bis nach oben hochgeklettert ist und im Kindergarten „Geisterturnen“ macht. Dann verschwindet sie in einem der vielen Zelte, in denen Kinder spielen, toben und musizieren können.

Die Eltern der Mädchen sind auskunftsfreudiger. Sie berichten, dass Amelie zum psychomotorischen Turnen in die Uni geht. „Das hat was gebracht“, sagt Ute Pilgrim. Ihre Tochter sei jetzt selbstbewusster und habe weniger Koordinationsschwierigkeiten. Das kann Amelie bei der „Spielzeit“ voll ausspielen. Sie vergnügt sich beim Eierlaufen durch einen Parcours aus Wasserflaschen und leeren Getränkekisten, beim Werfen mit einer zusammengeknüllten Zeitung auf eine Pyramide aus Pappbechern oder beim Trommeln mit Schöpfkellen und Schneebesen auf leere Keksdosen. Oder sie schießen mit den VfL-Legenden Joe Enochs und Tommy Reichenberger auf eine Torwand, lassen sich in einem überdimensionalen Ball namens „Zorb“ über den Platz rollen, spielen „Vier gewinnt“ oder kicken ein paar Bälle nach Lust und Laune mit Ex-Bayern-Torwart Stefan Wessels. Spaß ist das oberste Gebot am Samstag.

Nicht die teuren Sport- und Spielgeräte, die erst gekauft werden müssen, erregen bei der „Spielzeit“ das Interesse vieler Eltern, sondern solche, die von den Sportstudenten selbst gebaut wurden. „Das Alltagsumfeld bietet einige Bewegungsmöglichkeiten“, sagt die Professorin für Sportwissenschaft, Renate Zimmer. Ein Verpackungskarton könne Kinder auch zum Verstecken oder Fangenspielen animieren. Die Ideen für die Spiele und Parcours haben die Studenten entwickelt.

„Wir wollen Kindern und ihren Eltern zeigen, dass Sport auch im alltäglichen Umfeld möglich ist“, sagt Klaus Lang, Vorsitzender der Bürgerstiftung. Er verweist auf die zum Teil eklatanten gesundheitlichen Schäden von Kindern, die sich nicht bewegen. Bei der „Spielzeit“ sollen Kinder Spaß haben und Eltern Ideen mitnehmen, sind sich Zimmer und Lang einig. Die „Spielzeit“ ist das Kinderfest der Kinder-Bewegungsstadt Osnabrück. Sie wurde von der Bürgerstiftung, dem Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften an der Universität und dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung errichtet.

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