Laufen gegen Fettleibigkeit

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dmi Osnabrück. Beinahe wäre der Schuss nicht nur unter null Grad, sondern auch in weißer Pracht erklungen. Noch wenige Stunden vor Beginn des dritten Wohltätigkeitslaufes am Osnabrücker Klinikum schneite es am Finkenhügel. Pünktlich um 11 Uhr am Sonntag eröffnete Bürgermeisterin Birgit Strangmann dann aber den Lauf: ohne Schneeflocken, mit Revolver-Schuss. Die Startlinie säumten prominente Gäste. „Ich wollte unbedingt noch einmal mitlaufen“, sagte VfL-Kotrainer Joe Enochs. Er war bereits zum dritten Mal dabei. Seit 2011 gibt es den von Klinikumsdirektor Martin Engelhardt initiierten Spendenlauf. Als Jubiläumsprojekt des Klinikums ging der Lauf vor zwei Jahren an den Start.

Quelle: NOZ vom 18.03.2013

Heute sind die Ziele noch die gleichen wie 2011: „Wir wollen eine gute Botschaft vermitteln: die Gesundheit zu erhalten", sagte Engelhardt. Seine Beobachtung: Die Menschen bewegen sich immer weniger. Die Folge: Adipositas - Fettleibigkeit. „Das hat katastrophale Auswirkungen auf das Gesundheitssystem", sagt Engelhardt. Deshalb sei vor einigen Jahren die Kinderbewegungsstadt, kurz: „KiBS", gegründet worden. Diesem Projekt kommen auch die rund 1300 Euro Startgeld vom Sonntag zugute. Die von der Bürgerstiftung getragene KiBS unterstützt alles, was Bewegung zum Ziel hat: Tanzworkshops in Kindergärten, Ballspiel-AGs in Grundschulen oder aber Bewegungsfeste auf Spielplätzen. „Man muss an der Basis anfangen", meint Direktor Engelhardt.

An der Startlinie vor dem Klinikum stach ganz besonders ein Mann mit Schottenrock ins Auge: John McGurk. Der gebürtige Ire hat in seinem Leben schon fast eine Million Euro durch verschiedenste Lauf-Aktionen für Kinder gesammelt. Am Sonntag machte er auch beim Klinikumslauf mit: „Kinder sind wichtig, sie sind unsere Zukunft", findet McGurk. Er selbst habe keine gute Kindheit gehabt - und setze sich deshalb heute umso mehr für Kinder ein.

Nach guten 25 Minuten überquerte gestern die Erste die Ziellinie. Es war die 14-jährige Anna Schröder. Sie ist dreifache Landesmeisterin und hat ein Geheimrezept für den Sieg: „Einfach alles geben und kämpfen." VfL-Kotrainer Joe Enochs ließ sich ein wenig mehr Zeit: Nach 28 Minuten hatte er die 6,2 Kilometer lange Strecke rund um den Rubbenbruchsee gemeistert: „Da ist man schon stolz, sein Ziel erreicht zu haben", sagte er.

Bürgermeisterin Birgit Strangmann zeigte sich auch sportlich und trat den Gang rund ums Klinikum mit ihren Ratskollegen an. Denn: „Das Gute an diesem Projekt ist: Man tut zweimal Gutes. Einmal für sich selbst, aber auch für andere."

Beim Start des Wohltätigkeitslaufs lagen Joe Enochs (471) und John McGurk (600) vorn. Foto: Egmont Seiler

 

 
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